Marlene Pauer

Marlene Sophia Pauer studiert an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft Bonn.


Die Frage, was ist Politische Kunst und wo liegt ihr Schnittpunkt zum Aktivismus, beschäftigte mich. Wo befinde ich mich im Meer meines persönlichen Ausdrucks? Was und wie möchte ich aus der künstlerischen Perspektive bewegen und in die Gesellschaft bringen, wen und was möchte ich erreichen?


Mein Auslandssemester nach Teneriffa und sein Nachklang entfachte in mir den Wunsch nach einer radikalen Veränderung. Genau genommen wurde meine Arbeit zu einer Lebenseinstellung. Kämpfen für unseren Planeten, der uns unumgänglich braucht. Wir müssen uns jetzt entscheiden, auf welcher Seite wir stehen.


Meine Ausdruckskraft wird immer die Kunst sein. Hier entstehen meine Installationen, die ehrlich und kritisch sind und doch Hoffnung und Zuversicht auslösen möchten. Meine Faszination beschränkt sich nicht auf ein bestimmtes Material, mein Weg bis zum endgültigen Kunstwerk beschreitet Stationen, die ich nicht vorhersehen kann und gerade das erfüllt mich. Meine Phantasie beginnt meist aus einer realen Erfahrung heraus. Danach: lange im Bett wach liegen, darüber schreiben, die erste Zeichnung erstellen, ein Foto machen, eine Collage anfertigen, Farben zusammenmischen, über Gedanken sprechen, Orte aufsuchen und zu einem gemalten Bild oder einem Druck verarbeiten, eine Installation, Performance oder Aktion im öffentlichen Raum kreieren. 

Das einzige, was mich vom ersten Moment bis zum Ende begleitet, ist die Farbe. Sie ist das erste, was ich sehe, was mir hängen bleibt und von dem alles ausgeht. Sie ist der rotrosa/blauorange/gelbegrüner Faden, der sich durch meine Arbeiten zieht. 



Meine Leidenschaft gilt meiner eigenen Farbwahrnehmung, das ist meine Passion.