Boramee Kim
studiert seit 2024 Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar.
Ich arbeite intuitiv – oft schneller, als ich denken kann. Eine Farbe, ein Strich, ein Material – und plötzlich geht die Arbeit in eine Richtung, die ich nicht geplant hatte. Genau da wird es interessant.
Meine Zeichnungen und Gemälde sind voll von Körpern, Gesichtern, Kreaturen – oft alles gleichzeitig.
Das bin ich. Verschiedene Ichs: das Sanfte, das Gewalttätige, das Absurde. Mich interessiert, wo die Grenzen zwischen Mensch und Natur, zwischen schön und hässlich, zwischen Leben und Tod eigentlich verlaufen – und ob sie wirklich existieren. Ich glaube eher nicht. Schönheit und Hässlichkeit, Licht und Dunkel, Freude und Schmerz – das sind für mich keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Sache. In meinen Arbeiten versuche ich nicht, sie zu trennen – sondern sie zusammen sichtbar zu machen.
Wenn jemand meine Arbeit ansieht und denkt: „Was ist das denn?" – dann stimmt etwas. Ich arbeite am liebsten, wenn ich selbst über das, was ich gerade gemacht habe, ein bisschen lachen muss. Seltsam, aber irgendwie schön – das ist es, was ich machen will.