So you caged the bird, ‘cause it won‘t fly back
| Edition | Unikat |
|---|---|
| Sujet | Sonstiges |
| Technik | Malerei |
| Höhe | 100 cm |
| Breite | 230 cm |
| Länge/Tiefe | 6.5 cm |
Tusche auf Leinwand
Technik:
Handgemalte Spitze auf Leinwand
Versand:
Die Arbeit wird aufgespannt auf einem Keilrahmen versendet – inklusive Echtheitszertifikat und Signatur auf der Rückseite.
Beschreibung:
Dieses Werk gehört zu meinen Spitzenbilder-Serie, also großformatige Tuschearbeiten, in denen handgemalte Spitzenmuster nicht als Dekoration fungieren, sondern als feministische Semiotik. Die Spitze, traditionell als weiblich, häuslich und ornamental kodiert, wird hier zum Träger einer direkten, konfrontativen Sprache.
Der in das Muster eingebettete Text „So, you caged the bird, ‘cause it won’t fly back” funktioniert gleichzeitig als Provokation und Diagnose. Er spricht von den Kontrollmechanismen patriarchaler Strukturen, die weibliche Handlungsmacht nicht durch Gewalt, sondern durch die stille Domestizierung von Begehren, Ambition und Freiheit einschränken. Der Vogel wurde nicht gebrochen. Er wurde eingesperrt. Und wer den Käfig einmal erkennt, kann ihn nicht mehr verleugnen.
Die Kollision zwischen der Zartheit der Spitze und der Schärfe des Textes ist bewusst gewählt. Schönheit wird als Falle eingesetzt und der Blick wird von der ornamentalen Oberfläche angezogen, bevor die Bedeutung trifft. Das ist dieselbe Logik, die das Werk kritisiert.
In der Tradition der feministischen Semiotik von Jenny Holzer und der Textilpraxis von Louise Bourgeois positioniert Zota das Dekorative als genuin politisch. Als Ort, an dem Weiblichkeit, Macht und Widerstand aufeinandertreffen.
Das Werk war Teil der „Where is my mind“ in Galerie Obrist Essen. Abbildungen von der Vernissage sind auch zu sehen.
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AuftragsarbeitenMara Zota
Mara Zota ist eine in Sibiu, Rumänien geborene Künstlerin und studierte bei der Hochschule der bildenden Künste in Essen in der Klasse von Markus Vater.
„Meine Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von postfeministischer Kritik, Materialkultur und der visuellen Semiotik konstruierter Weiblichkeit. Ich arbeite vorwiegend mit Öl auf Leinwand und mixed-media Textilexperimenten und untersuche, wie Weiblichkeit nicht als angeborene Eigenschaft, sondern als kulturell produzierte Performance funktioniert. Eine, die durch Bild, Material und Blick erlernt, wiederholt und durchgesetzt wird.
Im Zentrum meiner Arbeit steht die Figur der Chrome Dollie, eine Serie archetypischer Avatare, deren hyper-ästhetisierte Oberflächen die ideologischen Strukturen verbergen, die sie hervorbringen. In Anlehnung an Judith Butlers Theorie der Performativität verkörpern diese Figuren Weiblichkeit als Zitat: als wiederholte Inszenierung kultureller Skripte, die das, was konstruiert ist, als natürlich erscheinen lässt. Die Chrome-Oberfläche, reflektierend, undurchdringlich, verführerisch, fungiert gleichzeitig als Rüstung und Falle. Sie wehrt den Blick ab und bestätigt gleichzeitig seine Macht.
Die wiederkehrende Präsenz von Spitze in meiner Arbeit führt ein zweites materiales Register ein. Historisch als feminin, häuslich und dekorativ kodiert, ist Spitze ein Material, das außerordentliche Arbeit erfordert und dabei mühelos wirkt. In der feministischen Semiotik, im Anschluss an Laura Mulveys Konzept, fungieren solche Materialien als Fetischobjekte, Fragmente, die Begehren kanalisieren und gleichzeitig die Bedingungen ihrer Herstellung verbergen. In meinen Gemälden und Textilarbeiten existieren Spitze und Chrome in bewusster Kollision: das Ornamentale trifft auf das Industrielle, das Intime auf das Undurchdringliche.
Mein jüngeres Werk erweitert diese Untersuchung in eine experimentelle Materialpraxis. Durch das Scannen, Manipulieren und Zusammensetzen von Textilien – Spitze, Häkelei, Kette, chrome-gesprühtem Stoff – untersuche ich, wie Materialien vergeschlechtlichte Bedeutung tragen und wie diese Bedeutung durch den Prozess destabilisiert werden kann.
Allem zugrunde liegt die Jungfrau-Hure-Dichotomie, das grundlegende Binär, durch das die westliche patriarchale Kultur weibliche Identität historisch organisiert und eingeschränkt hat. Meine archetypischen Chrome Dollies lösen dieses Binär nicht auf. Sie multiplizieren es, legen seine Mechanismen offen und verweigern seine Logik. Jeder Archetypus – The Good Girl, The Man-Eater, The Kawaii Doll, The Party Doll – nimmt eine andere Position innerhalb dieses konstruierten Spektrums ein und offenbart nicht individuellen Charakter, sondern kollektive kulturelle Projektion.
Meine Arbeit bietet keine Auflösung. Sie bietet Wiedererkennung.“
Mara ist seit Februar 2022 bei Studenten Kunstmarkt dabei.
2021
Bewerber-Stipendium der Hochschule der Künste Essen
2022
SKM Ausstellung Hamburg in stilwerk
2023 - Mai
Stroke Art Fair München
2023 - Juli
„Schneeball - Ein Maskenball als Kunstwerk“
2023 - August
„LabEurope“ - Aufenthaltsstipendium in Osnabrück
2023 - Dezember
„Graustufen“
2024 - Januar
„4 Shades of Grey“
2024 - April
“ArtArtist“
2025 - Februar
„Natur und Lebendigkeit“ in Raum55
2025 - März-Juli
“Young Blood 4.0“ in Museum Art Safari Bukarest
2025 - März-Juni
“Karyatiden“ in Galerie Gublia
2025 - Juni
“Where is my mind“ in Galerie Obrist Essen
2025 - Juli
“the only way out is through“ in Neuer Kunstverein Wuppertal
2025 - September
Academy Positions bei der Berlin Art Week
2025 - September
Bachelor of Fine Arts mit einer Note von 1.0 bei der Hochschule der Bildenden Künste Essen
2026 - März
Nominierung für Förderpreis „Junge Positionen NRW“ 2026
Mara ist seit Februar 2022 bei Studenten Kunstmarkt dabei.
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