Gossip (2024)
| Edition | Unikat |
|---|---|
| Sujet | Porträt |
| Technik | Malerei - Acryl auf Leinwand |
| Höhe | 100 cm |
| Breite | 140 cm |
| Länge/Tiefe | 2 cm |
Ich verbinde Figuration und Abstraktion in meinen Bildern, mache das Nicht-Fassbare im Menschsein sichtbar. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind wichtiger als die individuelle Darstellung und der Betrachter entscheidet selbst, ob er Information, Gerüchte oder Meinungen daraus ableitet.
Ich verstehe meine Malerei als offenes System. Die Bilder geben keine eindeutige Lesart vor, sie sind Angebote zur Wahrnehmung. Im Idealfall entsteht im Betrachten ein Resonanzraum, in dem Farbe, Struktur und Erinnerung miteinander in Beziehung treten.
Material:
Leinwand, Rahmen als Holzlattung natur
Technik:
Acryl
Versand:
Die Arbeit wird aufgespannt auf einem Keilrahmen versendet – inklusive Echtheitszertifikat und Signatur auf der Rückseite.
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AuftragsarbeitenClaudia Meitert
AdBK Kolbermoor
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»Substanz statt Spektakel« – in einer Welt der Hyperproduktion von Bildern – algorithmisch, instantan, oberflächlich – ist das langsame Herstellen von Wahrnehmung ein Gegenmodell.
»Mein Ausgangspunkt ist die Frage, wie Wahrnehmung entsteht – und wie Malerei Räume öffnen kann, die zwischen Erinnerung, Atmosphäre und Abstraktion liegen. Meine Bildideen basieren auf persönlichen Erfahrungen – entstammen einer Art emotionalem Atlas. Eine innere Sammlung von Bildzitaten, Farbkombinationen, Beobachtungen, Erlebnissen und Empfindungen. Farbe nutze ich nicht nur als visuelles Mittel, sondern als atmosphärisches Element, als Träger von Spannung, Rhythmus und Zeit.
Der Malprozess ist für mich ein dialogischer Vorgang. Ich arbeite in Schichten, überlagere, lösche und setze neu an. Jede Entscheidung hinterlässt Spuren; jede Überarbeitung verändert die Richtung des Bildes. So entsteht eine Bildstruktur, die weniger auf Darstellung abzielt als auf Erfahrung. Mich interessiert der Moment, in dem sich eine Form gerade noch auflöst oder eine Landschaft nur noch als Echo wahrnehmbar ist. Die Bilder bewegen sich daher in einem Zwischenraum: zwischen Sichtbarem und Erinnerbarem, zwischen Kontrolle und Offenheit. Oberflächen verdichten sich oder lösen sich auf, Transparenzen bewegen sich dazwischen, Bildräume lassen sich aufbrechen. Die sichtbaren Schichten sind Teil der Arbeit – sie erzählen vom Prozess, von Zeit und von Entscheidungen.
Ich verstehe meine Malerei als offenes System. Die Bilder geben keine eindeutige Lesart vor, sie sind Angebote zur Wahrnehmung. Im Idealfall entsteht im Betrachten ein Resonanzraum, in dem Farbe, Struktur und Erinnerung miteinander in Beziehung treten.«
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Claudia Meiterts Werk bewegt sich an der Schnittstelle von Malerei, Zeichnung und skulpturaler Praxis und entwickelt eine eigenständige visuelle Sprache, die sich durch formale Präzision und konzeptuelle Tiefe auszeichnet. Ihre Arbeiten verhandeln Fragen von Wahrnehmung, Raum und Verdichtung und bewegen sich zwischen Figuration und Abstraktion.
Seit 2012 arbeitet Meitert als freischaffende Künstlerin. Ihre Werke wurden in zahlreichen institutionellen und unabhängigen Ausstellungen präsentiert und sind in privaten sowie öffentlichen Sammlungen in Europa vertreten.
Einen zentralen Bezugspunkt bildet ihr Studium der Malerei und Zeichnung an der Akademie der Bildenden Künste Kolbermoor (2023–2026) als Meisterschülerin von Prof. Markus Lüpertz, dessen Einfluss sich in der malerischen Stringenz und im souveränen Umgang mit Tradition und Gegenwart manifestiert.
2024 war Meitert Finalistin des Arte Laguna Prize, Venedig.
Bereits 2014/15 wurde sie mit einem Stipendium der Oswald Zitzelsberger Kunst- und Kulturstiftung ausgezeichnet.
Meitert ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler (BBK) und im Neuen Kunstverein Regensburg.
Claudia Meitert (*1978) lebt und arbeitet in Regensburg.
Foto: Felix Birkenseer