Empfindungslandschaft 13

Edition Unikat
Sujet Landschaft
Technik Wasserfarbe
Höhe 42 cm
Breite 29 cm
Länge/Tiefe 0.1 cm

Sold

Beschreibung
Empfindungslandschaften entstehen langsam als Gegenbewegung zur Gegenwart der Beschleunigung. In A3-Formaten werden über Wochen und Monate Schichten gesetzt, angelöst, überarbeitet, überschrieben. Diese Arbeiten behaupten, dass Wahrnehmung Zeit braucht: nicht als Luxus, sondern als Bedingung für Tiefe. Wo die Welt zu Datenpunkten wird und Zukunft als Marketingformel zirkuliert, insistiert die Serie auf dem Unverfügbaren: auf Stimmung, Körperwissen, innerer Wetterlage. Technisch beginnt jedes Blatt mit einer Druckschicht aus einem selbst entwickelten Verfahren, einer Hybridform aus Monotypie und Hochdruck. Aus dieser ersten Setzung wachsen vielschichtige Oberflächen: Tinte, Acryl, teilweise Öl, Linoldruckfarben, Lösung und Wiederaufbau. Der Kleber wird nicht Collage im klassischen Sinn, sondern eine Art geologischer Prozess: Schichten halten, reißen, tragen, begraben. Inhaltlich sind Empfindungslandschaften kein Eskapismus, sondern eine präzise Zeitdiagnose ohne Parole. Die Serie berührt den Moment, in dem ein kollektives Narrativ versiegt: „Alles wird besser, teurer, größer, heller.“ Wenn dieses Versprechen nicht mehr trägt, erscheint Ohnmacht – aber auch die Möglichkeit, Handlung neu zu denken. Sie fragen nicht nach Optimismus, sondern nach Tragfähigkeit: Was bleibt, wenn das künstliche Zukunftslicht erlischt und welche Formen von Wahrnehmung beginnen dann erst wirklich?


.Jede Arbeit wird inklusive Echtheitszertifikat und Signatur auf der Rückseite verkauft.


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Kristina Felzinger

Ich bin Kiki Felzinger, Bildende Kunststudentin der Universität der Künste in Berlin. Meine Malerei entsteht im Ringen um Identität – nicht als Optimierungsversprechen, sondern als Einladung, das Vorfindliche auszuhalten: das Hässliche, Tragische, Zähe. Über Monate schichte ich Farbe, häute Leinwände, übermale Spuren, bis ein Widerstand im Material spürbar wird. In diesem Gefüge erscheinen menschenähnliche Figuren, Landschaften, unbekannte Vegetation, Kakteenformationen. Ein Punkt verankert das Reale, der nächste entzieht sich. Diese bewusste Reibung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion spiegelt eine Zeit, in der gesellschaftliche Selbstbegegnung unter Krisenbedingungen stattfindet: Verstrickung, Unsichtbarmachung, der Verlust von Halt – allein und doch unter Menschen.


Prägende Erfahrung ist der Kontrast zwischen Transnistrien und Ostdeutschland: das Echo eines Schweinschreis, der über Dörfer trägt; Härten und Leerstellen, die in die Farben einsickern. Aus diesem Spagat wachsen Bilder, die einen Zwischenraum öffnen, in dem Warten möglich wird: innehalten, nicht korrigieren. Mich interessiert weniger, wer wir „sein wollen“, als wie wir tatsächlich handeln – oft instinktiver, tierischer, als unser Selbstbild zulässt. Meine Arbeiten sind keine Lösungen, sondern Prüfsteine für Authentizität. Sie fragen, ob wir nicht zuerst drei Schritte zurücktreten sollten, um Gemeinsamkeit und Akzeptanz zu üben – bevor wir weitergehen.


In den vergangenen Jahren habe ich breit gelagerte Projekte realisiert – von Einzel- und Gruppenausstellungen bis hin zu vermittelnden Workshop-Formaten – und erste Förderungserfahrungen gesammelt.


2025

  • Gruppenausstellung: Rooting Cunts, Zuhause e. V., Berlin
  • Gruppenausstellung: 48 Stunden Neukölln, Berlin
  • Einzelausstellung: Fünwa Galerie, Berlin
  • Gruppenausstellung: Tendermesh Alternatives, Berlin
  • Gruppenausstellung: Kult-tour, Berlin

2024

  • Einzelausstellung: Gib mir meinen Körper zurück, Galerie Augenart, Berlin
  • Gruppenausstellung: Who Gets to Tell the Story, Kunsthaus Bethanien, Berlin
  • Teilnahme: 48 Stunden Neukölln, Berlin
  • Projekt: Who Gets to Tell the Story, HdN, Berlin

2023

  • Einzelausstellung: Tiraspol
  • Gruppenausstellung: 48 Stunden Neukölln, Berlin

2022

  • Einzelausstellung: Alinae Lumr Festival
  • Einzelausstellung: Bliczny Hutor, Tiraspol

2019–2024

  • Gruppenausstellung: UdK-Rundgang, Universität der Künste Berlin


Ehrenamtliche Tätigkeiten

2024

  • Künstlerische Workshops, HdN Berlin
  • Künstlerische Workshops, Café Fincan, Berlin

2022

  • „Makramee“-Workshops für geflüchtete Ukrainerinnen, Berlin


Foto von Kristina Felzinger

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