XA
| Edition | Unikat |
|---|---|
| Sujet | Mythologie und Symbolismus |
| Technik | Mixed Media |
| Höhe | 42 cm |
| Breite | 29 cm |
| Länge/Tiefe | 0.1 cm |
Beschreibung
Empfindungslandschaften entstehen langsam als Gegenbewegung zur Gegenwart der Beschleunigung. In A3-Formaten werden über Wochen und Monate Schichten gesetzt, angelöst, überarbeitet, überschrieben. Diese Arbeiten behaupten, dass Wahrnehmung Zeit braucht: nicht als Luxus, sondern als Bedingung für Tiefe. Wo die Welt zu Datenpunkten wird und Zukunft als Marketingformel zirkuliert, insistiert die Serie auf dem Unverfügbaren: auf Stimmung, Körperwissen, innerer Wetterlage. Technisch beginnt jedes Blatt mit einer Druckschicht aus einem selbst entwickelten Verfahren, einer Hybridform aus Monotypie und Hochdruck. Aus dieser ersten Setzung wachsen vielschichtige Oberflächen: Tinte, Acryl, teilweise Öl, Linoldruckfarben, Lösung und Wiederaufbau. Der Kleber wird nicht Collage im klassischen Sinn, sondern eine Art geologischer Prozess: Schichten halten, reißen, tragen, begraben. Inhaltlich sind Empfindungslandschaften kein Eskapismus, sondern eine präzise Zeitdiagnose ohne Parole. Die Serie berührt den Moment, in dem ein kollektives Narrativ versiegt: „Alles wird besser, teurer, größer, heller.“ Wenn dieses Versprechen nicht mehr trägt, erscheint Ohnmacht – aber auch die Möglichkeit, Handlung neu zu denken. Sie fragen nicht nach Optimismus, sondern nach Tragfähigkeit: Was bleibt, wenn das künstliche Zukunftslicht erlischt und welche Formen von Wahrnehmung beginnen dann erst wirklich?
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AuftragsarbeitenKristina Felzinger
Ich bin Kiki Felzinger, Bildende Kunststudentin der Universität der Künste in Berlin. Meine Malerei entsteht im Ringen um Identität als Einladung, das Vorfindliche auszuhalten: das Hässliche, Tragische, Zähe. Über Monate schichte ich Farbe, häute Leinwände, übermale Spuren, bis ein Widerstand im Material spürbar wird. In diesem Gefüge erscheinen menschenähnliche Figuren, Landschaften, unbekannte Vegetation, Kakteenformationen. Ein Punkt verankert das Reale, der nächste entzieht sich. Diese bewusste Reibung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion spiegelt eine Zeit, in der gesellschaftliche Selbstbegegnung unter Krisenbedingungen stattfindet: Verstrickung, Unsichtbarmachung, der Verlust von Halt – allein und doch unter Menschen.
In den vergangenen Jahren habe ich breit gelagerte Projekte realisiert – von Einzel- und Gruppenausstellungen bis hin zu vermittelnden Workshop-Formaten – und erste Förderungserfahrungen gesammelt.
2025
- Gruppenausstellung: Rooting Cunts, Zuhause e. V., Berlin
- Gruppenausstellung: 48 Stunden Neukölln, Berlin
- Einzelausstellung: Fünwa Galerie, Berlin
- Gruppenausstellung: Tendermesh Alternatives, Berlin
- Gruppenausstellung: Kult-tour, Berlin
2024
- Einzelausstellung: Gib mir meinen Körper zurück, Galerie Augenart, Berlin
- Gruppenausstellung: Who Gets to Tell the Story, Kunsthaus Bethanien, Berlin
- Teilnahme: 48 Stunden Neukölln, Berlin
- Projekt: Who Gets to Tell the Story, HdN, Berlin
2023
- Einzelausstellung: Tiraspol
- Gruppenausstellung: 48 Stunden Neukölln, Berlin
2022
- Einzelausstellung: Alinae Lumr Festival
- Einzelausstellung: Bliczny Hutor, Tiraspol
2019–2024
- Gruppenausstellung: UdK-Rundgang, Universität der Künste Berlin