Antje Bockeloh

Die junge Künstlerin Antje Bockeloh ist im 8. Semester der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft Alfter bei Bonn.

Beschreibung:

Ich trage mehrere Farben in unregelmässigen Schichten auf die Leinwand auf.
Dabei arbeite ich mit unterschiedlichen Konsistenzen. Mal sehr flüssig, so das die Farbe die Leinwand hinunter läuft, mal ölig und zäh oder fast trocken, so dass das Pinselhaar eine faserige Spur hinterlässt. Mal male ich Flächen mit farbigen Verläufen, mal sind die Flächen deckend oder transparent, glänzend oder matt. Mal male ich nass in nass, mal muss die Farbe erst trocknen.
Durch die vielen Schichtungen können auch Strukturen auf der Leinwand entstehen.
Ich arbeite mit verschiedenen Pinseln und mit meinen Händen.
Mal ist der Duktus grob und schnell, mal langsam, zart und fein. Mal ist die Bewegung fließend und rund, mal ist die Bewegung zackig und zielstrebig. Mal ist es eine Komposition von vielen Farben und Bewegungen, mal ist es eine klare Bewegung, ein Impuls, zwei Farben.
Ich arbeite gern mit Komplementär Kontrasten. Mal sind es klare und kräftige Farben, mal belanglose Mischfarben.
Ich arbeite parallel auf mehreren Leinwänden, auf Karton, auf dem Boden und an der Wand, zügig und immer in Bewegung. Gerne verwende ich ein quadratisches Format. Durch meine Arbeitsweise entstehen absichtslose, ungewollte und zufällige Momente und Bereiche auf der Leinwand. Es sind Momente, die nicht vorhersehbar und planbar sind. Es kommt zu Spannungsfeldern oder auch Brüchen. Es sind Situationen, die nicht unbedingt gefällig erscheinen. Diese Brüche und Spannungsfelder versuche ich durch Farbgebung und Komposition zu provozieren und zu kalkulieren. Auch ist es ein Spiel mit den Gegensätzen, welche ich herausarbeiten möchte und sowohl harmonische als auch in disharmonische Kompositionen bringen möchte.

Statement:

Meine besondere Aufmerksamkeit gilt der Farbe frei von Gegenstand und Figur.
Mich interessiert wie die Farbe und die Bewegung auf den Körper und den Geist wirken. Ich frage mich: Bewege ich die Farbe oder bewegt die Farbe mich?
Ebenso interessiert mich dabei das Wechselspiel von Harmonie und Disharmonie, Zufall und Kontrolle, Leichtigkeit und Tiefe, Dynamik und Stille.
Durch meine Arbeitsweise, Farbgebung und Komposition provoziere und kalkuliere ich Zufälle und überraschenden Momente.
Ich suche die (Un)Vollkommenheit in der Absichtslosigkeit.

 

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