»papa, look«
| Heigth | 163.6 cm |
|---|---|
| Width | 144 cm |
| Length/Depth | 6 cm |
Entstehungsjahr: 2023
–Unikat–
»Papa, look« ist Teil einer dreiteiligen und für den Ingeborg-Siebert-Preis 2025 nominierten Werkserie, in der familiäre Beziehungen aus unterschiedlichen emotionalen und perspektivischen Blickwinkeln untersucht werden.
Im Zentrum dieser Arbeit erscheint eine gekrümmte Figur, die von einem Strudel aus Papieren umgeben wird, die wie Splitter wirken und den Körper zunehmend einengen.
Die Komposition vermittelt ein Gefühl von Überforderung und emotionalem Druck, während die gekrümmte Körperhaltung eine Haltung zwischen Schutz und Erschöpfung beschreibt.
Die malerische Oberfläche wurde in mehreren Schichten aufgebaut, wobei die Farbe teilweise wieder abgekratzt und aufgerissen wurde. Durch diese Bearbeitung entsteht eine rohe, verletzliche Materialität, in der Spuren von Druck, Gewalt, Widerstand und Auflösung sichtbar bleiben. Kratzspuren, Überlagerungen und offene Farbschichten verstärken den Eindruck eines inneren Aufruhrs und verleihen der Komposition eine physische Dringlichkeit.
Die expressive Farbdramaturgie – geprägt von intensiven Roträumen und kühlen Gegenflächen – verdichtet das Spannungsfeld zwischen emotionaler Eskalation und Erschöpfung.
Der handgefertigte Rahmen aus gebeiztem Nadelholz erweitert das Gemälde zu einem bewusst gestalteten Objekt.
In meinen Werken benutzte ich ausschließlich hochpigmentierte Künstlerfarben, die eine hohe Leuchtkraft und Lichtechtheit haben. Zu jedem Werk entwerfe und baue ich selbst einen Künstlerrahmen, der mithilfe handwerklicher und konzeptueller Sorgfalt eine Gesamtwirkung anstrebt.
Versand:
Die Arbeit wird aufgespannt auf einem Keilrahmen und einem Künstlerrahmen versendet – inklusive Echtheitszertifikat, der dazugehörigen Werksverzeichnisnummer und Signatur auf der Frontseite.
Größe ohne Rahmen:
150 cm × 130 cm
Alexej Eisner
In seiner Arbeit verorten sich nostalgische, (post-)sowjetische Erzählungen in biografischen Elementen des Alltags. Dabei verweben sich persönliche mit kollektiven Erinnerungen an die Traumata der russlanddeutschen Geschichte. Eisner zeigt figurative Elemente, die mit expressiven Gesten, abgeschabten Oberflächen und ausdrucksstarker Farbgebung innerhalb einer einzigen Komposition zu abwechselnden Momenten der Klarheit sowie des Verfalls kommen und das Gefühl von Authentizität und rohen Emotionen vermitteln.
Ausstellungen (Auswahl)
2025 – »was vererben wir und was behalten wir für uns«, Galerie für zeitgenössische Kunst Hase29, Osnabrück.
2025 – »FATA MORGANA«, vanished Pop-Up-Galerie, Osnabrück.
2025 – »skool session no. 17«, Alte Schule, Münster.
2025 – »good neighbours«, GALERIE ET, Versmold.
2025 – »PASSEN«, Contemporary Institut for Art and Thought, Berlin.
2025 – Jahresausstellung der Nominierten, Universität Osnabrück.
2024 – »Mein Pferdehund will nicht sterben – vanished«, Galerie für zeitgenössische Kunst Hase29, Osnabrück.
2024 – »Beschreibendes«, Galerie Bel Étage, Gütersloh.
2024 – »Orte des Friedens #3«, Kulturbüro, Osnabrück.
2023 – »Arbeit an der Zukunft«, skulptur-galerie, Osnabrück.
2023 – »CAMPUS«, skulptur-galerie, Osnabrück.
2022 – »INDEX«, skulptur-galerie, Osnabrück.
2022 – »Artist’s Residence«, Atelierhaus Hasemauer, Osnabrück.
2021 – »3D’21«, skulptur-galerie, Osnabrück.
2021 – »European Media Art Festival«, Osnabrück.
2020 – »Grafikbörse«, Borken.
Auszeichnungen/Stipendien
10.2025 – Deutschlandstipendium für herausragende Leistungen im Fach Kunst an der Universität Osnabrück
02.2025 – Nominierung für den Ingeborg-Siebert-Kunstpreis in Malerei und Druckgrafik
10.2024 – Deutschlandstipendium für herausragende Leistungen im Fach Kunst an der Universität Osnabrück
06.24–05.25 – Atelierstipendium durch das Kunstkollektiv DaunTown, Borgholzhausen.
2022–2024 – Atelierstipendium, »Atelierhaus Hasemauer« durch die Felicitas and Werner Egerland Stiftung, Osnabrück.
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