Girl in the mirror II
| Heigth | 100 cm |
|---|---|
| Width | 100 cm |
| Length/Depth | 4.5 cm |
100x100cm
Öl auf Leinwand
Ausgehend von Arbeiten über zwischenmenschliche Beziehungen entwickelte ich den Wunsch, den Blick auf die Beziehung zu sich selbst zu richten. Die Serie zeigt diese Beziehung in der Begegnung einer real anmutenden Figur mit ihrem Spiegelbild, dem Girl in the Mirror.
Das Spiegelbild bleibt anonym und wirkt beinahe schaufensterpuppenhaft. Es fungiert als Projektionsfläche. Die reale Figur ist als junge Frau lesbar, steht jedoch nicht für eine konkrete Person oder Generation, sondern für eine universelle Idee.
In diesem spezifischen Werk setze ich mich mit der Diskrepanz zwischen dem Umgang mit sich selbst und dem mit nahestehenden Menschen auseinander. Thematisiert wird, wie viel strenger man sich selbst begegnet, als man es gegenüber einer Freundin tun würde. Die Arbeit formuliert das Ziel, sich selbst mit derselben Verständlichkeit, Fürsorge und Liebe zu begegnen.
Die Interaktion zwischen Figur und Spiegelbild verhandelt weniger das äußere Erscheinungsbild als vielmehr die Beziehung zur inneren Welt. Sie beschreibt einen Prozess der Selbstwahrnehmung, der Konfrontation und Annäherung auf dem Weg zur Selbstliebe.
Versand:
Die Arbeit wird aufgespannt auf einem Keilrahmen versendet – inklusive Echtheitszertifikat und Signatur auf der Rückseite.
Anna Lena Wirth
Mein Ziel bestand immer darin, den Menschen als Individuum darzustellen. Ich malte viele Jahre lang Portraits, in dem Glauben durch die Gesichter der Menschen deren Identitäten am ehesten widerspiegeln zu können. Als ich während meines Kunststudiums an der bergischen Universität Wuppertal in meinem privaten Umfeld mit der Krankheit Demenz in Berührung kam und versuchte das Vergessen darzustellen, stieß ich an meine Grenzen. Das Äußere eines Menschen konnte die inneren Prozesse nicht widerspiegeln. Auf der Suche nach der Lösung meines Problems, entfernte ich mich bruchstückhaft von der Darstellung der Gesichter, bis ich diese schließlich komplett ausließ. Meine Werke spielen seitdem mit den Identitäten und Realitäten der abgebildeten Personen. Durch den Mix von figurativen, realistischen und abstrakten Elementen, ermögliche ich den Blick hinter die Kulisse von Gesichtern, hinein in die Gefühle und Gedanken der abgebildeten Figuren.
Die intensive Auseinandersetzung mit der Thematik, unteranderem in Form meiner Bachelorarbeit im Fach Malerei, prägt bis heute meinen Malstil und inspiriert mich dazu verschiedenste Themen des menschlichen Seins ständig neu zu interpretieren. Ich arbeite dabei am liebsten in Serien, in denen ich mich intensiv mit einzelnen Themen auseinandersetze und sie auf verschiedene Weisen interpretiere.
Ausstellungen:
2022 - Screenshot, Wuppertal
2022 - CoroArt, Wuppertal
2023 - Screenshot, Wuppertal
2024 - Ausstellung, Hamburg
2025 - Ausstellung „Hues of Healing“, Abtsgmünd