»Friedvolle Unzucht«
| Heigth | 108.5 cm |
|---|---|
| Width | 70.5 cm |
| Length/Depth | 5.5 cm |
Entstehungsjahr: 2023
–Unikat–
»Friedvolle Unzucht« entstand während einer Studienreise mit der Universität am Lago Maggiore im Künstlerhaus Casa Rossa eines deutsch-italienischen Kunstvereins. In der Arbeit wird eine scheinbar kontemplative Landschaft mit einer körperlich irritierenden Figur konfrontiert. Die dargestellte Person sitzt dem Betrachter abgewandt auf einem Balkon und richtet den Blick in eine ruhige, nahezu idyllische Berglandschaft. Gleichzeitig wird der Körper in einer anatomisch ungewöhnlichen Haltung dargestellt: Die Beine sind gespreizt, nahezu verdreht und heben sich über das Geländer, wodurch ein Moment der körperlichen Irritation entsteht.
Zwischen Ruhe, Intimität und körperlicher Entgrenzung entfaltet sich eine Spannung, in der der Titel eine zentrale Rolle einnimmt.
Durch stark pigmentierte Ölfarben und lasierende Firnisse wird eine intensive, fast körperliche Farbwirkung erzeugt.
Der handgefertigte Schattenfugenrahmen aus gebeiztem Tropenholz erweitert das Gemälde zu einem bewusst gestalteten Objekt.
In meinen Werken benutzte ich ausschließlich hochpigmentierte Künstlerfarben, die eine hohe Leuchtkraft und Lichtechtheit haben. Zu jedem Werk entwerfe und baue ich selbst einen Künstlerrahmen, der mithilfe handwerklicher und konzeptueller Sorgfalt eine Gesamtwirkung anstrebt.
Versand:
Die Arbeit wird aufgespannt auf einem Keilrahmen und einem Künstlerrahmen versendet – inklusive Echtheitszertifikat und der dazugehörigen Werksverzeichnisnummer. Das Werk wurde von der Stadt Osnabrück während der Dauerausstellung zum 375. Jubiläum des westfälischen Friedens gezeigt und erst im Anschluss auf der Frontseite signiert.
Alexej Eisner
In seiner Arbeit verorten sich nostalgische, (post-)sowjetische Erzählungen in biografischen Elementen des Alltags. Dabei verweben sich persönliche mit kollektiven Erinnerungen an die Traumata der russlanddeutschen Geschichte. Eisner zeigt figurative Elemente, die mit expressiven Gesten, abgeschabten Oberflächen und ausdrucksstarker Farbgebung innerhalb einer einzigen Komposition zu abwechselnden Momenten der Klarheit sowie des Verfalls kommen und das Gefühl von Authentizität und rohen Emotionen vermitteln.
Ausstellungen (Auswahl)
2025 – »was vererben wir und was behalten wir für uns«, Galerie für zeitgenössische Kunst Hase29, Osnabrück.
2025 – »FATA MORGANA«, vanished Pop-Up-Galerie, Osnabrück.
2025 – »skool session no. 17«, Alte Schule, Münster.
2025 – »good neighbours«, GALERIE ET, Versmold.
2025 – »PASSEN«, Contemporary Institut for Art and Thought, Berlin.
2025 – Jahresausstellung der Nominierten, Universität Osnabrück.
2024 – »Mein Pferdehund will nicht sterben – vanished«, Galerie für zeitgenössische Kunst Hase29, Osnabrück.
2024 – »Beschreibendes«, Galerie Bel Étage, Gütersloh.
2024 – »Orte des Friedens #3«, Kulturbüro, Osnabrück.
2023 – »Arbeit an der Zukunft«, skulptur-galerie, Osnabrück.
2023 – »CAMPUS«, skulptur-galerie, Osnabrück.
2022 – »INDEX«, skulptur-galerie, Osnabrück.
2022 – »Artist’s Residence«, Atelierhaus Hasemauer, Osnabrück.
2021 – »3D’21«, skulptur-galerie, Osnabrück.
2021 – »European Media Art Festival«, Osnabrück.
2020 – »Grafikbörse«, Borken.
Auszeichnungen/Stipendien
10.2025 – Deutschlandstipendium für herausragende Leistungen im Fach Kunst an der Universität Osnabrück
02.2025 – Nominierung für den Ingeborg-Siebert-Kunstpreis in Malerei und Druckgrafik
10.2024 – Deutschlandstipendium für herausragende Leistungen im Fach Kunst an der Universität Osnabrück
06.24–05.25 – Atelierstipendium durch das Kunstkollektiv DaunTown, Borgholzhausen.
2022–2024 – Atelierstipendium, »Atelierhaus Hasemauer« durch die Felicitas and Werner Egerland Stiftung, Osnabrück.
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