Fragments at the Dinner Table
| Heigth | 150 cm |
|---|---|
| Width | 120 cm |
| Length/Depth | 2.5 cm |
öl auf Leinwand
Technik:
Das Werk ist in Öl auf Leinwand ausgeführt und kombiniert realistische Figurendarstellung mit fragmentierten, collageartigen Raumelementen. Durch transparente Schichten, weich verlaufende Übergänge und bewusst gesetzte harte Kanten entsteht eine vielschichtige Bildtiefe. Reflektionen, Glasflächen und florale Elemente werden mit einer malerischen Mischung aus Lasuren und pastosen Akzenten umgesetzt, wodurch ein schimmernder, fast spiegelnder Effekt entsteht. Die Komposition lebt von gebrochenen Perspektiven und einem Überlagern verschiedener Bildebenen, was dem Bild einen modernen, leicht surrealen Charakter verleiht.
Versand:
Die Arbeit wird aufgespannt auf einem Keilrahmen versendet – inklusive Echtheitszertifikat und Signatur auf der Rückseite.
Andrea Kassens
Andrea Kassens erforscht in ihren Bildern die Beziehung zwischen Innenwelt, Wahrnehmung und Raum. In vielschichtigen, teils fragmentierten Interieurs inszeniert sie weibliche Figuren, die zugleich präsent und entzogen wirken- als würden sie sich in einem Zwischenzustand bewegen. Fotografische Vorlagen, eigene Fotografien und spontane Skizzen dienen ihr dabei als Ausgangsmaterial, das sie malerisch überlagert, verschiebt und bricht. Durch diese Überlagerungen entstehen Bildräume, die sich nicht klar einer Realität zuordnen lassen, sondern vielmehr in einem Schwebezustand zwischen Beobachtung, Erinnerung und Imagination existieren.
Ein wesentliches Merkmal ihrer jüngeren Arbeiten ist der experimentelle Umgang mit Farbe und Licht. Kassens nutzt eine intensive, leuchtende Farbigkeit, die den Szenen eine emotionale Temperatur verleiht und weit über eine rein dekorative Wirkung hinausgeht. Farben treten bei ihr in den Dialog- manchmal in Harmonie, manchmal in bewusster Reibung. Die starken Kontraste erzeugen Spannungen, lenken den Blick und schaffen eine Atmosphäre, die an filmische Lichtsetzungen erinnert. Spiegelungen, Verzerrungen und cineastische Beleuchtungseffekte verwandeln alltägliche Räume in subjektiv aufgeladene Bildwelten, in denen Realität und Projektion ineinander übergehen.
Inhaltlich kreisen Kassens´ Bilder um das, was zwischen Figuren, Räumen und inneren Zuständen geschieht. Es sind selten eindeutige Handlungen, sondern vielmehr Momente das Dazwischen: ein Blick, der sich verliert; eine Geste, die etwas andeutet; ein Raum, der mehr über die Figur erzählt, als diese selbst. Ihre Arbeiten untersuchen, wie das Innen und das Außen miteinander verschmelzen können- was wahrnehmbar wird, wenn eine Figur in einem Raum steht, und gleichzeitig, was sich dem direkten Blick entzieht.
Die weibliche Figur, die in ihren früheren Werken häufig im Zentrum stand, ist nun Teil eines größeren Gefüges geworden, in dem Atmosphäre, Farbe und Komposition ebenso bedeutend sind wie die dargestellte Person. Mit ihrer fotografischen Sensibilität entstehen Werke, die vertraut wirken und gleichzeitig eine subtile Fremdheit tragen. Ihre Bilder laden dazu ein, länger in ihnen zu verweilen, Schichten zu entdecken und die eigene Vorstellung in die offenen narrativen Räume hineinzulegen, die sie bewusst unbestimmt lässt.
Ausstellungen:
2022: „Andrea Kassens“: Kulturnacht Osnabrück
2024: Ausstellung auf der Kulturnacht Osnabrück
2026: Austellung im Kulturbunker Bonn (Hans Riegel Stiftung)
Ausstellung bei der Schytz Haaning Gallery, Vejle
Auszeichnungen
2024: Kunstförderung für das Atelier D3 durch die Ingeborg Sieber-Stiftung
2024: Kunstförderung durch die Inge Römer Stiftung