Break Free
| Heigth | 100 cm |
|---|---|
| Width | 80 cm |
| Length/Depth | 2 cm |
Material:
Acryl und Öl auf Leinwand
Technik:
Dieses Gemälde gehört zu einer Reihe von Arbeiten, die ich am Ende meines Studiums an der Hochschule der Bildenden Künste Essen entwickelte. Ich arbeite mit mehreren Schichten aus Acryl- und Ölfarbe, wobei die Grundierung der Leinwand einen essenziellen Teil meines Prozesses bildet. Bereits in der Grundierungsphase wird entschieden, welche Bereiche des Leinwandstoffes offen bleiben und wo dichte Farbflächen entstehen. Die offenen Bereiche werden mit einer transparenten Grundierung behandelt, während für satte Farbflächen mit intensiver Leuchtkraft mehrere Schichten weißer Grundierung aufgetragen werden. Dadurch muss die Komposition bereits vor dem eigentlichen Malprozess festgelegt werden. Auf diese vorbereiteten Grundierungsschichten werden anschließend Lasuren aus feinen Künstler-Naturharz-Ölfarben aufgetragen, die die Farbwirkung vertiefen und intensivieren.
Ein besonderes Merkmal meiner künstlerischen Praxis ist die intensive Beschäftigung mit dem Pinselstrich. Ich experimentiere mit unterschiedlichen Pinselarten, suche auf Märkten nach ungewöhnlichen Pinselformen und untersuche systematisch Farbauftrag, Farbmenge und Druck auf die Leinwand. Mein Ziel ist es, die spezifische Form der Pinselhaare im Malprozess sichtbar auf den Leinwandstoff zu übertragen. Dort, wo die expressiven Pinselstriche sichtbar werden, bleibt durch die transparente Grundierung auch der rohe Leinwandstoff erkennbar. Dadurch entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen Offenheit und Verdichtung.
In meiner künstlerischen Praxis setzte ich mich mit Weiblichkeit auseinander. Besonders im Gemälde Break Free ging es um Scham und Mut. Als eine Art Aphorismus stellte ich den weiblichen Körper außerhalb gängiger Schönheitsideale dar. Das, was mein jüngeres Selbst einst verunsichert hatte, definierte ich neu. So wurde meine künstlerische Praxis zu einem Akt des Widerstands: gegen sexistische Vorstellungen von Weiblichkeit, gegen normierende Körperbilder und gegen das Schweigen.
Versand:
Die Arbeit wird aufgespannt auf einem Keilrahmen versendet – inklusive Echtheitszertifikat und Signatur auf der Rückseite.
Maria Pantagoutsou
Über ihre künstlerische Praxis erzählt sie: "In den letzten Jahren setzte ich mich intensiv mit der Malerei auseinander. Dabei wurde für mich vor allem die Materialität der Malerei wichtig: der Pinselstrich, die Leinwand und der direkte Umgang mit Farbe. Besonders interessiert mich, wie viel die Spur des Pinsels selbst erzählen kann. Der Pinselstrich verleiht den Werken einen grafischen Charakter, der an lineare Schraffierungen erinnert.
Ich experimentiere mit unterschiedlichen Pinselarten und untersuche Farbauftrag, Farbmenge und Druck auf die Leinwand. Ich bewege mich zwischen der Leichtigkeit des Pinselstrichs und der Undurchlässigkeit dichter Farbflächen. Der expressive Pinselduktus auf dem beigen, rohen Leinwandstoff steht im Dialog mit dichten Farbräumen; Transparenz trifft auf Dichte. Die Verhüllung des textilen Stoffes durch Farbe verleiht seiner Offenbarung einen eigenen Raum.Die Grundierung der Leinwand ist ein essenzieller Teil meines Prozesses. Bereits hier entscheide ich, welche Bereiche offen bleiben und wo dichte Farbflächen entstehen. Die Komposition wird vor dem Malen festgelegt, dennoch bleibt im Arbeitsprozess Raum für spontane Veränderungen.
Meine Motive entwickle ich aus Zeichnungen, meinem Skizzenbuch und meinem persönlichen Fotoarchiv. Die Landschaften meiner Heimat Griechenland gehören zu meinen wichtigsten Inspirationsquellen: das Meer, die Felsen, die Vegetation, aber auch architektonische Strukturen – von antiken Ruinen bis zur urbanen Dichte Athens. Architektonische Elemente wie Säulen stehen in meinen Arbeiten in direkter Verbindung mit dem Körper. Sie verändern ihre Form, werden weich oder verbinden sich mit organischen Formen wie Haaren oder Bäumen. So entstehen Übergänge zwischen Architektur, Körper und Natur.
Besonders intensiv ist meine Beschäftigung mit dem weiblichen Körper. Ich stelle ihn bewusst außerhalb gängiger Schönheitsideale dar und hinterfrage normierende Bilder von Weiblichkeit. Meine künstlerische Praxis wird so zu einem Akt des Widerstands gegen stereotype Körperbilder und gegen das Schweigen."
Ausbildung
2021 – 2025: Studium Malerei/Grafik an der HBK Essen
2025 : Bachelor of Fine Arts bei Markus Vater und Nicola Staatlich
Seit 2025 Studium Grafik an der TU Dortmund bei Bettina Van Haaren
Preise und Stipendien
10/2023 - 10/2024, Deutschland Stipendium 2023/24, BMBF
Residencies
2026
Künstlerische Residenz und Abschlussausstellung mit dem Thema Das Andere, ArToll Kunstlabor, Bedburg-Hau
Ausstellungen
2025
Social…? Gruppenausstellung, Maschinenhalle Zeche Scherlebeck, Herten
2-6-34, Gruppenausstellung, Bürgerbahnhof Dorsten
Schere, Stein, Papier, Alumninetzwerk HBK Essen, BBK Kunstforum,Düsseldorf
Global Colours, Gruppenausstellung, Gallery Café-Artists, Düsseldorf
Degree Show März 2025, Absolventenausstellung, HBK Essen, Campus Essen
2023
Heutzutage Grau, Kneipe (HSW Wuppertal), Gruppenausstellung, Wuppertal
WOGA Ausstellung, Wuppertaler Offene Galerien und Ateliers, Gruppenausstellung, Wuppertal
Contemporary Art Ruhr (C.A.R.), Gruppenausstellung, UNESCO-Welterbe Zollverein, Essen
Etwas dazwischen, Gruppenausstellung, Kunsthaus Mettmann, Mettmann
Wir Identitäten, Gruppenausstellung, Industriehalle, Wuppertal Barmen