Julian Wagner
Inspiriert werde ich von eigenen Erlebnissen, als auch von popkulturellen Bezügen, wie der Filmlandschaft
der 80er und 90er Jahre, subkulturellen Phänomenen, sowie von Fragmenten aktueller Jugend- und Internetkulturen.
In meinen Bildern beschäftige ich mich mit Themen wie Identität, Grenzüberschreitung und gesellschaftlichen Normen und verwebe das
Alltägliche mit dem Abgründigen.
Im Vordergrund meiner Arbeiten steht dabei stets eine narrative Ebene. Ich möchte den Betrachter dazu einladen, in meine Bildwelten einzutauchen
und gemeinsam mit den abgebildeten Charakteren dem Vorher, Nacher und Währenddessen der abgebildeten Situationen auf den Grund zu gehen.
So erkunde ich zur Zeit in meinen Gemälden die Grenzbereiche illegaler Machenschaften und stelle Figuren in den Fokus, die ich selbst erschaffe
und in meinen Arbeiten zum Leben erwecke. Diese Charaktere wandeln oft an der Schwelle zwischen T äter- und Opferrollen oder bewegen sich durch
Milieus, die gesellschaftlich eher negativ konnotiert sind. T rotz der teils ernsten Thematik kontrastiere ich diese Szenarien bewusst mit einer
heiteren Farbpalette und einer stilisierten, comicähnlichen Darstellung. Die Titel meiner Arbeiten fungieren dabei als narrative Elemente, die den
Charakteren eine Stimme verleihen. Sie agieren wie Sprechblasen, die Geständnisse, Zeugenaussagen oder Informationen preisgeben oder dem
Betrachter Hinweise zum erzählten Handlungssegment liefern.